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Drei Gründe für die (Familien-)Foto-Weihnachtskarte und fünf Dinge, die Du dafür brauchst.

(Familien-)Foto-Weihnachtskarten sind in vielen Ländern eine gesetzte Sache. Vor allem in den USA wirft sich die ganze Familie in mehr oder weniger fragwürdige, koordinierte Outfits und schickt die Ergebnisse des Foto-Shoots in die Welt.

Heute ist der zweite Advent und somit der perfekte Zeitpunkt dieses Vorhaben umzusetzen: Einerseits ist Weihnachten schon nah genug, um in Stimmung zu sein, und andererseits bleibt noch genug Zeit, um die Fotos zu machen und Karten drucken zu lassen.

Ihr seid noch nicht überzeugt von der Idee und ihrer Umsetzbarkeit? Ich habe für Euch drei (gute!) Gründe und fünf Dinge, die Ihr zur Umsetzung braucht zusammengetragen. (Listenposts sind doch immer noch in, oder? Der Post hier geht jetzt voll durch die Decke, einfach nur, weil er Listen beinhaltet, oder?)

Drei Gründe für eine Weihnachtskarte mit picture perfect (Familien-)Foto


1. Kitsch ist cool
Ok, zugegeben, diese Weihnachtskarten mit Familienfotos sind schon von der Sache her kitschig. Ein gestelltes Foto, mit weihnachtlicher Dekoration, das auf einer Karte in die Welt geschickt wird,
Aber wisst Ihr was? Ein bisschen Kitsch ist cool, vor allem zu Weihnachten. 
Die Welt ist ganz oft blöd genug, da kann ein bisschen kitschige Freude nicht schaden. Punkt.
2. Euren sozialen Status sichern
Leute! Ihr müsst Euren sozialen Status sichern. Klar, das geht eigentlich super via Social Media – Euer Instagram-Kanal ist ein aufgeräumtes Lifestyle-Paradies und jeder sieht genau, wie toll Ihr seid. Nur eben Eure internetlose Tante Edelgard nicht. Deshalb schadet es nicht, sie ein Mal im Jahr daran zu erinnern, dass nicht Cousin Thorsten, ihr geliebter Sohn, das Familienjuwel ist, sondern ihr.
Ihr seid die besten. Ihr habt den besten Mann oder die beste Frau oder den besten Singlestatus. Ihr habt die besten Kinder oder die besten Haustiere. Ihr habt den besten Baum. Ihr habt den besten Weihnachtsshit. Punkt.
3. Schlechtes Gewissen
In den letzten Jahren habe ich einige Weihnachtskarten bekommen – und selbst nur digitale Grüße verschickt. Das muss ich ausgleichen. Punkt.

Was man für die besten Fotos für die Weihnachtskarte braucht
1. Kooperative Partner
Wenn Ihr nicht gerade betonen wollt, wie gut es Euch alleine geht, sind andere Personen auf dem Foto ein Muss. Die füllen ein bisschen den Raum und man sieht zusammen einfach noch besser weihnachtlich aus als alleine. Bestenfalls sind die Foto-Partner natürlich kooperativ, in das Vorhaben eingeweiht und auch damit einverstanden. 
Falls es da Schwierigkeiten gibt, sollten sich diese nach Lektüre dieses Posts erledigt haben.
uberhusband war zuerst etwas skeptisch, als ich mit der Idee der Weihnachtskarte ankam, und einige meiner Ideen (z. B. im Star Wars Christmas Sweater mit Lichtschwertern) fand er auch total doof, aber am Ende wurde alles gut. Auf vielen unserer Outtakes ist es auch in der Tat so, dass der Mann (und der Baum) super aussehen und lediglich ich (mit dem Pferd) doof rumhample. Soviel zur Kooperationsbereitschaft, die war top.


2. Winterliche Kleidung

Der Klimawandel klimawandelt so vor sich hin und wir steuern im Mitte Dezember erfahrungsgemäß auf die letzte Hitzeperiode des Jahres zu. Aber egal wie warm es gerade ist: Weihnachtsfotos werden in winterlicher Kleidung geschossen.
Für die Jammerlappen: Jetzt aber mal Contenance – und die Schweißflecken kann man wegretuschieren.

Ich habe unter der Mütze geschwitzt und auch uberhusband war eigentlich viel zu winterlich angezogen. Es war zwar nicht besonders warm, aber nichtsdestotrotz war es zu warm. 
Doch wie gesagt: Contenance! Das haben wir ja alle bei Germany’s Next Topmodel gelernt.

3. Urigen Hintergrund

Weihnachtszeit ist Besinnlichkeitszeit und zur Besinnlichkeit gehört auch Urigkeit. Ihr stellt Euch also für die Fotos nicht in irgendeine Location im Industrial Design, sondern sucht Euch etwas Uriges: Eine Holzwand, ein kleines altes Haus, einen Wald – so zum Beispiel. Indoor geht natürlich auch, aber nicht vergessen, dass auch hier winterliche Kleidung Pflicht ist.

Wir haben uns für den Fotoshoot bei meinen Eltern breit gemacht und, nach einigem Hin und Her, uns vor einer Fachwerkwand hingestellt. Eigentlich wollte ich noch in den Garten, aber dort war es einfach zu sonnig und hell. Die Wand ist aber urig genug, finden wir.

4. Accessoires und Props

Neben kooperativen Fotopartnern braucht Ihr Props und Accessoires. Gut eignen sich urig-niedliche Dinge wie kleine Kinder in Wollpullovern, Tannenbäume, Kränze, Kugeln, Lichterketten und natürlich Haustiere, die gerne auch mit einigen anderen Props weihnachtlich geschmückt werden dürfen.

Wir haben unseren Baum extra vor dem Fotoshoot gekauft und mit zu meinen Eltern genommen. Als wir ihn aus dem Auto ausluden, hat mein Vater einen mittelgroßen Lachanfall bekommen, aber so ist das nun mal. Da wir keine niedlichen Kinder in Wollpullovern oder eigene Haustiere haben, durfte Rea, unser Pony, mit auf einige Fotos. So ein großes, geschmücktes Tier bringt nicht nur Abwechslung, sondern auch etwas Unruhe in den Prozess.




5. Ausrüstung

Wenn Ihr niemanden habt, der Euch fotografiert, braucht Ihr neben der Kamera natürlich ein Stativ. Gut ist auch ein Fernauslöser, sonst müsst Ihr, wie ich, immer den Selbstauslöser einstellen und zurück zum Motiv spurten. Für die Nachbearbeitung und ggf. zum Einsetzen der Schrift eignen sich die üblichen Programme. Viele Online-Druckereien haben auch integrierte Bearbeitungsfunktionen.
Wir haben bei unserem Shoot irgendwann meine Eltern als Auslöser abkommandiert, weil ich schon ganz genervt vom Hin- und Herlaufen war, und ja außerdem irgendwann das Pferd halten musste.

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2 Comments

  • Reply unsermeating

    SAUGEIL! Mega cooler Post – ich bin da ja fein raus, weil ich noch schön auf der obligatorischen Weihnachtskarte meiner Eltern drauf bin, aber ääähm, in puncto Posieren halten wir locker mit 😀
    Lg, Miriam

    4. Dezember 2016 at 11:54
  • Reply Sabine

    🙂 Einfach nur gut :-))))
    Liebe Grüße
    Sabine

    4. Dezember 2016 at 10:00
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