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Winterurlaub in Qatar: Doha und Umgebung

Über den Jahreswechsel 2016/2017 entflohen uberhusband und ich der Kälte und düsten ab nach Doha, die Hauptstadt von Qatar. (Oder Katar. Das sieht aber scheiße aus. Deshalb schreibe ich Qatar.)

In den folgenden Wochen gibt es deshalb eine kleine Qatar-Serie mit einigen Tipps für Doha und Umgebung und hoffentlich auch bald ein Video dazu. Heute fange ich mit einem Übersichtspost an, denn die Reaktionen auf die Ansage, dass wir nach Qatar fliegen würden, waren meist überrascht: Was macht Ihr da? Was wollt Ihr da? Und wie kommt man auf die Idee.

Wie sind wir darauf gekommen, nach Qatar zu fliegen… Das war etwas kompliziert.
Also ich, ich wollte ja über Silvester nach Österreich: Design-Wellnesshotel, gutes Essen, chillen.
Bei der Recherche stellte sich das als unfassbar teuer heraus (Surprise! Hauptsaison!) und wir schmissen die Österreichpläne über den Haufen.

Weg wollten wir trotzdem. Und irgendwann kam der Mann von der Arbeit nach Hause und meinte „Ich hab mal bei Qatar Airways geguckt, die Flüge nach Doha sind nicht so teuer.“ und ich zunächst so: „Schön, aber was soll ich da?“ Doha kannte ich nämlich nur aus Berichten als Zwischenstoppziel von uberhusbands Geschäftsreisen. Nach kurzer Recherche kam ich zu der Erkenntnis, dass Doha sowas wie ein kleineres Dubai sein muss. Wie Dubai vor 5-10 Jahren, sagte man mir. Und auch wenn ich noch nie in Dubai war und eigentlich auch nicht so dringend in die Gegend wollte, stimmte ich zu, dass wir es einfach mal mit Doha probieren würden.

Nun ein paar Fakten, Fakten, Fakten:

Hinkommen, unterkommen, rumkommen
Hingekommen sind wir, wie gesagt, mit Qatar Airways. Wir nahmen einen Direktflug ab Frankfurt.
Wir waren einige der wenigen, die nur nach Doha und zurück flogen, denn Qatar ist ein typisches Zwischenstoppziel, das viele Reisende auf dem Weg nach Indien oder Südostasien für einige Stunden oder Tage besuchen. Vorab wird kein Visum benötigt, erst vor Ort werden ca. 25 Euro fällig, die man auf jeden Fall mit Kreditkarte bezahlen muss. Es besteht auch die Möglichkeit nur für eine Stadtrundfahrt den Flughafen zu verlassen. Dann kann es Sonderkonditionen für das Visum geben, am einfachsten erkundigt man sich bei der Airline oder einem der vielen Infoschalter am Flughafen.

Untergekommen sind wir im Doubletree by Hilton in der Old Town (Was etwas irreführend klingen könnte, weil eigentlich alles in Doha neu ist und auch überall gebaut wird.), unweit des Museum of Islamic Art. Die Lage des Hotels würde ich als halbzentral beschreiben – also nicht 100% perfekt, aber da Doha in einer halbkreisförmigen Bucht liegt, konnten wir vom Hotel aus auf die Skyline gucken.

Rumgekommen sind wir in Doha meist mit einem Taxi oder dem Fahrdienst vom Hotel. Doha bzw. Qatar an sich ist nicht unbedingt günstig, aber Taxi fahren ist es. Man wird auch richtig doof (aber niemals böse) angeguckt, wenn man das Hotel zu Fuß verlässt. (Crazy Germans who walk everywhere…)
Und ehrlich gesagt: Anders rumkommen ist (aktuell) auch kaum möglich. Ein Taxi zu bekommen ist meinst ganz einfach: Wenn man am Straßenrand steht, wird man früher oder später angehupt und winkt dann, wenn man mitfahren möchte, kurz. Die Taxi haben Taximeter, mit den Limousinen-Services macht man vorher einen Preis aus.
Wir sind eigentlich ja passionierte Fußgänger, aber die Distanzen sind schon recht weit und die Fußwege enden gerne abrupt in Baustellen, sodass es auch nicht wirklich Spaß macht, zu Fuß unterwegs zu sein. Ganz davon abgesehen, dass die Temperaturen außerhalb des Winters höllisch sind.

Apropos…


Wetter
Es ist im Sommer heiß in Qatar und selbst jetzt im Winter war es doch auch noch recht warm.
Die empfohlene Reisezeit wird von den meisten Quellen von November bis März benannt. Ende Dezember sind 23-25 Grad üblich, wir hatten aber fast jeden Tag bis zu 30 Grad.
Sonnencreme und luftige Kleidung (Aber da es ein islamisches Land ist natürlich nicht unbedingt kurz, knapp und eng, außer vielleicht im Hotel.) sollten also am Start sein. Nachts kühlte es auf 17-19 Grad ab, da wurde dann schon mal der Heizpilz auf der Außenterrasse angeworfen.






Sehenswürdigkeiten in Doha


Museum of Islamic Art
In Doha gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die mir sehr gut gefallen haben. Allen voran das Museum of Islamic Art, das mich von außen und innen fasziniert hat und zusätzlich noch einen wundervollen Blick auf die Skyline bietet. Dazu werde ich auch noch einen ganzen Post mit vielen, vielen Fotos verfassen.




Die Pearl ist eine andere Welt. Eine künstlich aufgeschüttete Insel, am nördlichen Rand Dohas, die deutlich zeigt, dass Geld nicht wirklich eine Rolle spielt. Bose-Lautsprecher in jedem Palmenkübel, klimatisierte Gehwege und Autos, die unsere Hotel-Limousine, ein vollausgestatteter Audi A8 mit Kühlschrank in der Rückbank und jedem anderen denkbaren Pups – und somit das vermutlich luxuriöseste Auto, in dem ich je saß, wie eine alte Schrottkarreaussehen ließen.
Es ist nicht unbedingt meine Welt, auch von meiner finanziellen Unzulänglichkeit abgesehen, aber ich war fasziniert, irritiert und am Ende doch wieder fasziniert von der Dekadenz, Opulenz und dem schönen Schein.

Wesentlich bodenständiger geht es im Souq Waqif zu. Hier wurde ein traditioneller Souq nachgebaut – wie gesagt: Etwas wirklich Altes gibt es kaum, aber der Ort wurde schon immer von Kataris und Beduinen zum Handel genutzt – und hier gibt es so ungefähr alles, unter anderem auch viele Restaurants, die verschiedenste Landesküchen anbieten.
Die Corniche ist die Strandpromenade Dohas, an deren Rand es immer wieder kleine Parks gibt (z.B. am Museum of Islamic Art oder am Sheraton Hotel). Hier kann man, wenn es nicht so heiß es, entlangspazieren und die Aussicht genießen. Bootstouren werden auch angeboten.


Ausflug in die Wüste: Dune Bashing zum Inland Sea an der Grenze zu Saudi-Arabien
Ein cooler Ausflug, den wir von Doha aus gemacht haben, war ein Trip zur sogenannten Inland Sea, einem Arm des Persischen Golf, der weit in die Wüste reicht. Hierhin kommt man als Tourist eigentlich nur mit einer geführten Tour, die Dune Bashing beinhaltet. Dune Bashing bedeutet, dass am Geländewagen etwas die Luft abgelassen wird und es dann ab durch die Mitte geht: Dünen hoch, Dünen runter – ein Riesenspaß. Über diesen Ausflug werde ich auch noch einen extra Blogpost schreiben, den ich sogar mit einem Video bestücken kann, denn unser Fahrer Abdullah hatte eine GoPro am Start!

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