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chez les parents

philuko zeigt uns auf ihrem Blog ihr ganz besonderes Elternhaus und fragt, wie die Umgebung, in der wir aufgewachsen sind, uns denn geprägt hat.

Das Haus meiner Eltern steht am Ort des ehemaligen Kuhstalls, der an das Bauernhaus meiner Großeltern angrenzte. Aus Platzmangel im Haus wurde schon vor meiner Zeit fleißig umgebaut, sodass ich das Kuhstall-Dasein nur aus Erzählungen kenne.
Weil es keinen Keller gibt, dient das Erdgeschoss in erster Linie als Eingangsbereich und beherbert außerdem Heizung, Waschmaschine und alles andere, was sich sonst so im Keller befindet. Im ersten und zweiten Stock ist dann der Wohnbereich.

Ich habe also noch nie im Erdgeschoss gewohnt und kann mir das auch gar nicht vorstellen – vermutlich löst dies eine übergroße Faszination für diese kleinen, holländischen Häuschen mit den riiiiesigen Fenstern im Erdgeschoss aus. Da muss ich immer rein gucken, auch wenn ich es selbst auch als unhöflich empfinde.

Die meisten Möbel meiner Eltern sind dunkle Erbstücke aus Holz, dazu gesellt sich einiges an Kunst, oder was meine Eltern dafür halten, und ziemlich viel Klimbim. Ihn habe ich definitiv übernommen – den Kleinkram-Tick!

In der Einrichtung meiner Eltern fühle ich mich wohl, einfach weil sie sich seit mehreren Jahrzehnten nur wenig verändert hat und der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, eine wichtige Konstante ist.

Jedoch bevorzuge ich selbst es heller und luftiger.
Und natürlich gibt es bei mir viel mehr Ikea-Möbel – eine Frage des Geldes, des Geschmacks und der Tatsache, dass es bei mir manchmal einfach schnell gehen muss. Bei meinen Eltern artet das kleinste Projekt zu einer monatelangen Sache aus. Nicht, weil es so aufwändig ist, sondern weil sie, um es mit einem der liebsten Sätze meiner Mutter zu sagen, einfach nicht in die Gänge kommen.

Eine Eigenheit, die wohl in der Familie liegt, ist unsere Abneigung gegen Familienfotos. Weder meine Mutter noch ich kämen jemals auf die Idee, Bilder von Familienmitgliedern ins Wohnzimmer zu hängen. Natürlich besitzen wir Fotos, wir sind ja keine Unmenschen, aber die sind hübsch verstaut in Fotoalben oder Kistchen.

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1 Comment

  • Reply Roboti und da Höm

    Ich hab Fotos auch lieber in einer Wühlkiste.
    LG
    Stephie

    27. Februar 2011 at 19:36
  • Leave a Reply

    Ich stimme zu.