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DIY-Bienenwachstücher, die in unserem Alltag fortan möglichst viel Frischhaltefolie ersetzen sollen
Dieser Beitrag enthält Affiliate Links* und Werbung ohne Auftrag**.

DIY für Bienenwachstücher als nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie und Co.

Bienenwachstücher sind zur Zeit in aller Munde. Kein Wunder, als nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie und Co. sollen sie ja der absolute Knaller sein. Es gibt die Tücher ganz einfach fertig zu kaufen oder die Möglichkeit sie ebenfalls ganz einfach selbst zu machen.

Ich habe mich für die DIY-Variante entschieden, weil ich es einfach mal gerne ausprobieren wollte. Außerdem hatte ich die Möglichkeit Baumwollstoff von einer Bekannten zu bekommen und hatte somit quasi die Hälfte des Materials schon im Haus. Ich glaube, wenn ich extra hätte Stoff kaufen müssen, hätte ich lieber auf die fertigen Tücher zurückgegriffen – oder vielleicht alte Geschirrtücher recycelt. Das ist eine tolle Idee von Christiane.

Für Bienenwachstücher gibt es schon sehr viele DIY-Anleitungen online, die sehr unterschiedlich sind. Allen gemeinsam ist: Das Wachs muss irgendwie ins Tuch. Nach etwas Recherche habe ich mich für die Methode von Johanna Rundel entschieden und lediglich das von ihr verwendete Baumharz weggelassen.

Für 6 Bienenwachstücher in der Größe von 30x30cm habe ich, neben 6 Stücken Baumwollstoff, folgende Zutaten verbraucht:

65g Bienenwachspastillen – Meine habe ich hier* bestellt.  Noch nachhaltiger ist es natürlich, wenn man Bienenwachsreste verwenden kann. Ich hatte aber keine, also blieb mir nur übrig Bienenwachs zu kaufen.

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15g Kokosöl

Außerdem habe ich folgende Werkzeuge und Materialien benötigt:

Topf für Wasserbad
Behälter (z.B. leere, saubere Dose)  um die Zutaten im Wasserbad zu schmelzen
Borstenpinsel
Backpapier
Bügeleisen
Bügelbrett / Bügelunterlage, die dreckig werden darf
ggf. eine Schere oder Zickzackschere

Und so geht’s:
  • Die ohne Weichspüler vorgewaschenen Tücher bereitlegen, ggf. zuschneiden.
  • Das Bienenwachs und das Kokosöl im Wasserbad schmelzen.
  • Die Bügelunterlage mit Backpapier auslegen und das Bügeleisen auf Baumwollstufe vorheizen.
  • Dann das flüssige Wachs mit dem Pinsel auf ein Tuch (das auf dem Backpapier liegt) streichen. Hierbei muss man recht zügig arbeiten, da das Wachs sehr schnell wieder fest wird. Ich habe mich mitsamt Bügelbrett neben den Herd gestellt, wo ich das Wachs immer schön warm und flüssig halten konnte.
  • Das eingestrichene Tuch mit Backpapier abdecken und vorsichtig das Wachs in das Tuch einbügeln. Vorsicht: Es kann passieren, dass seitlich etwas Wachs herausquillt.
  • Das Tuch von den Backpapierschichten befreien und abkühlen lassen.

Und dann geht es mit dem nächsten Tuch weiter!

Man muss ein Auge auf das Backpapier haben – meins hat ganz gut durchgehalten, aber es kann sein, dass man es zwischendurch wechseln muss. Außerdem sollte man wirklich eine alte Bügelunterlage verwenden, denn irgendwie kommt das Wachs dann doch dort hin, wo es nicht unbedingt hin soll.

Ich habe meine fertigen Bienenwachstücher zunächst in der Größe 30x30cm gelassen, weil ich nicht so genau weiß, welche Größen wir im Alltag wohl brauchen. Ich möchte auf jeden Fall noch ein ganz großes Tuch für Brot mit Bienenwachs versehen. Bei den anderen Tüchern werden wir so verfahren, dass wir sie bei Bedarf zuschneiden. Durch das Bienenwachs fransen die Seiten nicht aus, das sollte also kein Problem sein. (Wer eine Zickzackschere hat, darf sie trotzdem verwenden!)

Da wir die Bienenwachstücher noch nicht lange im Einsatz haben, kann ich noch nicht viel von ihrer Haltbarkeit und Pflege berichten. Bislang hat es immer gereicht sie mit einem feuchten Lappen abzuwischen. Warm waschen kann man sie natürlich nicht. Kein Erfahrungswert von mir, aber häufig gelesen: Um die Wachstücher nach einiger Zeit wieder aufzufrischen, kann man sie bei 90-100 Grad für etwa 15 Minuten in den Backofen legen.

Wir verwenden sie wohl vor allem für angeschnittenes Obst und Gemüse und um Schalen abzudecken, für die wir keinen passenden Deckel haben. Die Wärme der Hände sorgt dabei beim Festdrücken dafür, dass das Bienenwachstuch haftet. Für Fleisch, Fisch und Soßiges sind sie eher nicht geeignet.

Wer ist auch schon auf den Bienenwachstuchzug aufgesprungen und wir sind eure Erfahrungen?

goodbye and fernwell,

Miriam

** Dieser Beitrag enthält persönliche Empfehlungen (Unternehmen und Blogger) und wird deshalb als Werbung ohne Auftrag gekennzeichnet.

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6 Comments

  • Reply Myriam Beck

    Ach noch was: ich hab auch solche Wachspellets gekauft, aber die waren nicht soooo ergiebig. Zufällig haben wir einen Imker im nächsten Ort, da habe ich für 1 kg Wachsplatten 20€ bezahlt. Also beim Imker fragen lohnt sich!!!
    Tschüssi

    26. Januar 2019 at 00:23
  • Reply Myriam Beck

    Hallo Miri, ich habe an Weihnachten einige Bienenwachstücher verschenkt nachdem ich auf Mamas Kram (ein genialer Blog) die Tücher samt Label gesehen hatte. Selbst hab ich mir noch keine gemacht. Hab ich noch ganz bald vor. Allerdings habe ich gehört, das es besser ist etwas Baumharz oder Jojobaöl mit einzuschmelzen, da es das Wachstuch flexibler und “weicher” machen soll. Baumharz gibt es so eher nicht zu kaufen, am besten man sammelt es selbst an Bäumen und reinigt es ggf.
    Ganz liebe Grüsse und es freut mich, dass ich nicht alleine den Bügelbezug versaut habe 🙂

    26. Januar 2019 at 00:20
    • Reply miriam von fernlane

      Für die Geschmeidigkeit der Bienenwachstücher verwende ich das Kokosöl, das funktioniert genau wie Jojobaöl, aber ich musste es nicht extra kaufen.
      Baumharz kann man beimischen, es trägt jedoch nicht zur Funktionsweise der Tücher bei, sondern kann aber antibakteriell wirken. Alternativ kann man auch Propolis hinzugeben.

      26. Januar 2019 at 08:05
  • Reply Kerstin

    Hallo…die Bienenwachstücher selbst zu machen ist ja ne coole Idee..mein Stoffschrank quillt eh fast über…ich hab mich nur bisher nur nicht an die Tücher rangetraut weil ich Angst hatte das das eingewickelte Obst/Gemüse “wachsig”schmeckt…ist warscheinlich Quatsch, aber jetzt kann ich ja beim Profi nachfragen 😉…wie sind denn so eure Erfahrungen?…Liebe Grüße und schnelle Genesung

    25. Januar 2019 at 14:08
    • Reply miriam von fernlane

      Unsere Erfahrung ist ja noch nicht sooo groß, aber bislang hat nichts wachsig geschmeckt. Weder das Gemüse/Obst noch das Brot, das ich eingewickelt hatte. Auf irgendeiner Website, ich glaube es war ein Shop für Bienenwachstücher, stand auch, dass die Lebensmittel den Wachsgeruch nicht annehmen.
      Viele Grüße

      25. Januar 2019 at 14:21
  • Reply johannarundel

    Huhu Miri!
    Das ist aber fein, dass du dich für mein Tutorial entschieden hast! Und noch feiner, dass alles so prima geklappt hat. Ich hoffe die Tücher leisten dir ganz lang, ganz gute Dienste! Bis hoffentlich bald mal wieder (vielleicht auf einer dieser komischen Messen in Frankfurt?)
    LG Johanna

    25. Januar 2019 at 13:11
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