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in case of emergency…

Heute ist ein blöder Tag. Ich sitze über meiner Hausarbeit, kämpfe aber eigentlich nur mit Open Office, das einen dämlichen Fehler produziert, der sich offenbar nicht beheben lässt. Leider ist Herr Freund auch keine Hilfe, der ist nämlich erstens bei der Arbeit und hat zweitens keinen Schimmer von meinen Mac-Problemen. (Offenbar gibt’s das Problem nämlich nur bei Mac. Was weiß ich. Diese Information hab ich auch nur ergooglet.)

Der Anti-Höhepunkt des Tages bisher war aber ein Anruf, den ich gerne mal als Gedächtnisprotokoll wiedergebe.

Anruferin: “Ja, guten Tag Frau Miri, es geht um ihren Sektempfang am Samstag. Den können sie nicht wie vorgesehen in dem Raum machen.” 
Ich: “Äh.” (Ja, unhöflich, aber was soll man denn sagen… Zur Sprachlosigkeit kam ein kleiner Herzinfarkt und ich musste mich erstmal setzen.)
Anruferin: “Der Raum ihrer Trauung ist im Anschluss für eine andere Veranstaltung gebucht.” 
Ich: (etwas gefasster und mehr pampig als schockiert) “Wir machen den Sektempfang überhaupt nicht im Raum der Trauung. Wie kommen Sie darauf und wer sind sie überhaupt?” 
Anruferin: “Frau Dingsbums vom Stadtamt.” 
Ich: (erleichtert und ziemlich angepisst) “Ja, mit Ihnen haben wir vor einem halben Jahr geklärt, dass das nicht geht, erschrecken sie mich doch nicht so.” 
Ok, es war jetzt zum Glück ein Missverständnis, aber wenn man vollkommen unvorbereitet und aus dem Nichts eine Hiobsbotschaft mitgeteilt bekommt, muss man das erstmal verkraften. Vor allem, wenn der Tag sowieso blöd ist und man von Open Office gemobbt wird.
An blöden Tagen hilft Schokokuchen, sagt man. Ich hatte keinen Schokokuchen, bis mir einfiel, dass ich schon vor Jahren mal einen Schokokuchen in der Mikrowelle gebacken hatte. Das klingt seltsam, ist es auch, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Und im Schockzustand isst die Miri Kuchen aus der Mikrowelle. Ich googlete kurz und fand dieses Video, kratzte den letzten Rest Mehl aus dem Behälter und schwupps, war der Kuchen in der Mikrowelle und nochmal schwupps, war er auch schon fertig.
Im unserem Höllending von Mikrowelle war die bereits reduzierte Backzeit leider trotzdem etwas zu lang, sodass er ziemlich fest und ein bisschen zäh wurde. Das muss also jeder selbst ausloten. Aber ich will mal nicht meckern. Mein Puls ist wieder normal und alles ist gut. Bis auf die Sache mit Open Office, das ist immer noch ein Riesenmist.
Immerhin gab es auch gute Nachrichten. Das Hochzeitsgeschenk von meinen Eltern wird nächste Woche geliefert. Also fast pünktlich. Juhui!

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5 Comments

  • Reply diegrosse

    Gestern war also der große Tag!
    Ich hoffe ihr habt ihn genauso erlebt wie ihn ihr euch vorgestellt habt und ich wünsche euch alles, alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

    Grüße

    30. September 2012 at 09:07
  • Reply Roboti und da Höm

    Oh, Gott wie sehr ich das jetzt nachempfinden kann! Arme Miri!!!

    27. September 2012 at 06:24
  • Reply Tabea Heinicker

    äh ah oh! toller tipp mit dem mikrowellenkuchen. auf was ideen man kommen kann. noch nie gehört. das klingt ja toll. und wird getestet. genau das richtige für komische nachrichten!

    und alles gute für deine festlichen termin 😉

    liebe grüße . tabea

    26. September 2012 at 18:16
  • Reply Mathilde und ihre Menschen

    Oha! Und das alles so kurz vor der Hochzeit… ich wäre zu dem Zeitpunkt am Telefon erstmal komplett zusammengebrochen und hätte dann einen Schnaps gebraucht. In absoluten Extremumständen hilft bei mir auch keine Schokolade mehr….
    Du schlägst dich wacker und deine Nervosität hält sich echt in Grenzen. Super!
    Liebe Grüsse
    Chrissi

    26. September 2012 at 18:03
  • Reply A Charmed Life

    Erstmal danke für den Tipp mit dem Blitzkuchen. Den hab ich heut auch noch irgendwann bitter nötig.

    Und dann schieß los, was das Problem betrifft – vielleicht kann ich helfen …

    26. September 2012 at 13:38
  • Leave a Reply

    Ich stimme zu.