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no knead bread – reloaded.

Vor fast einem Jahr habe ich zum ersten Mal no knead bread gebacken – nach einer relativ langen Pause, kam ich in den letzten Wochen wieder ins no knead bred-Fieber, habe etwas herumexperimentiert, das Rezept angepasst, die Zubereitung etwas vereinfacht und – für mich – auch verbessert.

No knead bread ist sehr unkompliziert und anspruchslos – nur etwas Zeit braucht es.

Im Vergleich zum Originalrezept habe ich die Trockenhefe gegen frische Hefe ausgetauscht und die Mehlmenge etwas reduziert. Mein Rezept lautet nun folgendermaßen:

Zutaten
420g Weizenmehl
1/4 Würfel Hefe
1 EL Salz
350ml lauwarmes Wasser

Zubehör
große Schüssel (bestenfalls mit Deckel)
Holzkochlöffel
Küchenspachtel
Bräter oder Auflaufform mit Deckel

Das Brot wird nämlich in einem Bräter mit Deckel gebacken. Da ich keinen
Bräter besitze und auch sonst keinen Topf, dessen Deckel dieses Spiel
bei 240° überstehen würde, benutze ich eine Glasauflaufform mit Deckel.
Das funktioniert ganz gut. Bitte überprüfe unbedingt, ob der Deckel von
deinem Bräter diese Temperaturen aushält
, selbst unter den doch recht
teuren Brätern einer französischen Marke gibt es Modelle, deren Deckel nur bis 190° mitspielen!

Die Hefe im Wasser auflösen, das Mehl und das Salz in einer großen Schüssel (für die es optimalerweise auch einen Deckel gibt) vermischen. Das Hefewasser zum Mehlsalzgemisch geben und mit einem Holzkochlöffel kurz verrühren. Nicht zu lange, nur bis es ein schön feuchter Matsch ist! Dann die Schüssel mit dem Deckel verschließen und etwa 18 Stunden warten. Der Teig braucht keine Zwischenbehandlung und auch keine Extra-Wärme. Ich setze den Teig meistens gegen Abend an und backe dann am nächsten Tag mittags, aber falls Du länger unterwegs sein solltest, hält der Teig auch 20 oder mehr Stunden durch. (20 habe ich selbst ausprobiert, die Angabe 24 beruht auf einer Internetquelle, die ich gerade nicht mehr finde.)
Nach diesen vielen Stunden sieht der Teig ganz blubberig aus und möchte aus der Schüssel befreit werden. Dazu großzügig Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig mit einem Küchenspachtel aus der Schüssel auf die Arbeitsfläche befördern. Dann den Teig von allen 4 Seiten einmal falten (oder mehrmals, sodass es brotförmig aussieht, nur bitte nicht richtig kneten) und wieder in die Schüssel zurücklegen und nochmal für etwa eine Stunde abgedeckt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit wird der Backofen und der Bräter/die Auflaufform auf 240° vorgeheizt. Wenn die Backtemperatur erreicht ist (und der Teig etwa eine Stunde geruht hat), Teig in den Bräter / die Auflaufform befördern und ca. 30 Minuten mit geschlossenem Deckel backen. Dann den Deckel abnehmen, die Temperatur auf etwa 200° reduzieren und ca. 30 Minuten weiterbacken. Die Backzeit kommt ein bisschen auf deinen Ofen an, gerade bei den höheren Temperaturen gibt es da doch recht oft Abweichungen. Also einfach mal beobachten!

Wenn es aus dem Backofen kommt, schlage ich das Brot immer in ein Küchenhandtuch ein. Keine Ahnung, ob das einen Zweck hat oder nur eine Macke von mir ist! Am allerbesten schmeckt das Brot sowieso frisch, wenn es noch leicht warm ist. Mit Olivenöl oder leckerer Butter und Salz. Am zweiten Tag kann man es auch noch essen, aber viel länger würde ich es nicht aufbewahren, da es dann doch recht trocken wird. Aber naja, ehrlich gesagt ist uns das noch nie passiert. Wir essen dann schon einfach mal einfach einen Tag lang nur Brot mit Öl und sonst nix dazu! Ja, nicht vorbildhaft, aber so ist es, das wahre Leben!
Etwas weniger austrocknungsanfällig ist die Variante mit Dinkel- und Roggenvollkornmehl, die ich neulich ausprobiert habe. Hierbei habe ich das Weizenmehl durch 250g Dinkelmehl und 170g Roggelvollkornmehl ersetzt. Ansonsten bin ich vollkommen analog zum normalen no knead bread verfahren.

Seit ich no knead bread kenne, backe ich viel lieber Brot als jemals zuvor – neben Clarettis Sauerteigbrot ist es bisher allerdings auch das einzige selbstgebackene Brot, das mit richtig geschmeckt hat! Falls Du ein gutes Rezept hast, sag es mir aber ruhig trotzdem mal. Es gibt so viele tolle Brote, das eine oder andere sollte sich doch auch schmackhaft selbst backen lassen, oder?

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6 Comments

  • Reply Anonym

    Darf ich fragen wo du deine Gusseisentopf mit Deckel kaufst und welche Grösse der fürs Brot hat?
    Merci vielmal fürs Antworten.
    MfG
    Peter

    12. Dezember 2013 at 16:27
    • Reply Miri von Miris Jahrbuch

      Bisher habe ich immer eine Auflaufform mit Deckel benutzt, Durchmesser ca 22cm. Seit neustem habe ich einen etwa gleich großen Bräter von LeCreuset, der war aber ein Glücksfund.

      12. Dezember 2013 at 16:32
    • Reply Anonym

      Herzlichen Dank. Gehe morgen mal auf die suche ;-))

      13. Dezember 2013 at 16:54
  • Reply FeeMail

    Ich glaube, dem gebe ich auch mal eine Chance. Leider habe ich weder Bräter noch Glasform mit Deckel, aber das wollte ich ohnehin schon länger mal ändern :)!

    14. April 2013 at 13:32
    • Reply Miri von Miris Jahrbuch

      Ja, das kann man immer mal gebrauchen. 🙂

      14. April 2013 at 14:20
    • Reply Goldengelchen

      Ich nehme einen ganz normalen Kochtopf für das No-Knead-Bread. Denn sowohl an dem Topf als auch an dem passenden Deckel sind Griffe aus Metall 🙂 Einen Bräter habe ich nämlich nicht und meine Glasform mit Deckel ist zu klein.
      Ein paar Brot-Rezepte:
      – Das No-Knead-Bread habe ich noch weiter abgewandelt: Topf-Brot, die Zweite
      Klever Schwarzbrot
      Körnerbrot

      Selbstgebackenes Brot schmeckt immer einfach besser als gekauftes, ne? 🙂
      Viele Grüße, Goldengelchen

      16. April 2013 at 21:54

    Leave a Reply

    Ich stimme zu.