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Meine Mala aus der 1:1 Online-Session mit Vicky von Ocean & Tides
Dieser Beitrag enthält Werbung ohne Auftrag durch Nennung und Verlinkung.

Ende April wollte ich einen Workshop bei Vicky von Ocean & Tides besuchen und dort meine persönliche Mala erstellen. Dann kam Corona und der Workshop konnte nicht stattfinden. Er wurde aber, zum Glück, nicht einfach abgesagt oder auf einen späteren Termin verschoben, sondern Vicky wandelte den geplanten Workshop in Einzel-Sessions um. Per Zoom erschufen wir dann gemeinsam meine persönliche Mala. Für mich eine tolle Lösung und ich glaube auch für Vicky, denn sie bietet dies nun ganz regulär und ohne abgesagten Workshop an.

Viele sind jetzt vielleicht schon ausgestiegen oder fragen sich, wovon ich spreche: Eine Mala ist eine Art Gebetskette aus dem Hinduismus und Buddhismus. Man verwendet sie oft zusammen mit einem Mantra oder einer Affirmation. Ich bin da ehrlich gesagt auch überhaupt keine Expertin, beim Meditieren brauche ich immer Anleitung von außen. Dennoch gibt das Tragen und Halten meiner Mala auch ohne Expertise ein gutes Gefühl.

Steine mit Eigenschaften?

Es gibt Malas aus verschiedenen Materialien, im Fall der Ocean & Tides-Mala aus verschiedenen Edelsteinen, die alle besondere Eigenschaften haben sollen. An meiner Formulierung merkt ihr schon: Ich bin nicht 100%ig überzeugte Anhängerin dieser Steinsache. Ich glaube nicht an Schwurbel. Dennoch habe ich mich ja für diesen Workshop entschieden und gemeinsam mit Vicky viel Zeit, Mühe und Sorgfalt in die Auswahl der Steine für meine persönliche Mala gesteckt.

Ich sehe das nämlich so: Allein durch meine Überlegungen und die Energie, die ich aufgewendet habe, wird diese ganz spezielle Mala-Kette für mich passend sein und eine gewisse Bedeutung und Wirkung haben – und dass die Eigenschaften, die den Steine zugeschrieben, das unterstützen, tut mir nicht weh. Dass das wissenschaftlich keine Wirkung über den Placebo-Effekt hinaus feststellbar ist, ist mir in diesem Fall einfach egal. Ich freue mich jetzt jeden Tag über meine sorgsam ausgewählten Steinperlen.

Ich konnte mich also gut darauf einlassen, dass ich Steine mit Wirkung für meine Mala aussuchen würde, auch ohne der Materie komplett anzuhängen. Das geht mir mit vielen Sachen so, mit denen man ganz zwangsläufig in Kontakt zu kommen scheint, wenn man sich für Yoga und Meditation interessiert. Ganz anders sehe ich das, wenn plötzlich ernstzunehmende Krankheiten exklusiv mit Edelsteinen (oder anderen stark esoterischen Sachen) geheilt werden sollen. Da bin ich raus. Für das persönliche Wohlbefinden hingegen? Wieso nicht.

Gemeinsam atmen via Zoom

Nachdem der Workshop abgesagt war, haben Vicky und ich einen Termin für die Zoom-Session vereinbart. Zufällig genau am Tag des abgesagten Mala-Workshops standen meine 60 Minuten an. Im Vorfeld dachte ich, dass 60 Minuten ganz schön lang sein könnten, aber es war am Ende genau richtig.

Ich habe zu Corona-Zeiten schon an einigen wirklich tollen Yoga-Sessions per Zoom mit verschiedenen Lehrerinnen teilgenommen und bin dennoch immer wieder überrascht, dass es möglich ist so auf Distanz und rein digital einen Raum zu schaffen, in dem eine vertrauensvolle Atmosphäre entstehen kann. Es gelingt aber. Vicky hat es geschafft, dass ich mich total wohl gefühlt habe. Ich konnte ganz in Ruhe und durch ihre Anleitung überlegen und entscheiden.

Die Session bestand aus Meditation, einer Yoga-Einheit und natürlich einem Gespräch zum Aussuchen der passenden Edelsteine und des Anhängers. Im ersten Moment ist es vielleicht ein wenig seltsam, wenn man vor seinem Laptop sitzt und mit einer fremdem Person atmet. (Um ehrlich zu sein fand ich das im real life manchmal auch schon seltsam.) Es fiel mir in der 1:1-Session mit Vicky dann aber auch sehr leicht mich darauf einzulassen. Das kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern weil man merkt, dass sie genau weiß, was sie tut.

Eine persönliche Mala erschaffen

Ich hatte vor dem Zoom-Termin schon einen Fragebogen ausgefüllt, den Vicky mir zugeschickt hatte, und so gab es schon einen groben Fahrplan, was ich denn wollte. Vicky stellte mir noch einige Fragen und ich erzählte, was ich denn gerade mehr in meinem Leben brauche und mir wünsche. Bei allem Glück, das uns widerfahren ist: Die letzten Jahre, vor allem das letzte Jahr, waren ein krasser Ritt. Was ich brauche, sind also Qualitäten wie innere Ruhe, Fokus und Gelassenheit.

Dazu passen die Eigenschaften der ausgewählten Edelsteine. Meine Male ist aus Achat, Rhodonit und Howlith – was diese und andere Steine bewirken sollen, könnt ihr bei Ocean&Tides lesen. Dazu passt aber auch meine ganze Mala in ihrem Erscheinungsbild. Ich muss zugeben, dass mir die Optik der Mala auch ziemlich wichtig ist. Ich hätte keine Mala in Farben, die mir gar nicht gefallen, haben wollen, nur weil die Eigenschaften der Steine besser passen. Aber darüber mussten wir gar nicht nachdenken: Grau, Weiß und Rosa passen perfekt in meine optische Vorstellung. Ebenfalls schnell klar war, dass ich keine Tassel, sondern einen Anhänger wollte und eher zu den großen Perlen tendierte.

Überraschung im herabschauenden Hund

Beim Anhänger überraschte ich mich dann selbst: Wenn man mich vorher gefragt hätte, hätte ich zu 100% gesagt, dass ich etwas schlichte, silbernes, unauffälliges möchte. Es kam, wie ihr auf den Fotos seht, anders. Vicky zeigte mir einige Möglichkeiten und ich konnte mich nicht sofort entscheiden, was ja aber auch kein Problem war. Zuerst stand sowieso noch die kurze Yoga-Einheit an. Als ich während dieser im herabschauenden Hund herumwackelte, wurde es mir schlagartig klar: Von einer Sekunde auf die andere wusste ich, dass es das große, schwere, auffällige, kraftvolle Sri Yantra-Zeichen sein muss. Es war die einzig mögliche Wahl und gibt der Mala einfach etwas Kraftvolles mit. Niemals hätte ich es mir ausgesucht, wenn ich mir einfach so eine Mala gekauft hätte, aber jetzt passt es perfekt.

Detailverliebte Finalisierung

Neben den grundsätzlichen Dingen wie Auswahl der Steine und des Anhängers besprachen Vicky und ich auch noch einige Details: Die Anordnung der einzelnen Perlen, die Farbe der Kordel, der Verschluss. All diese kleinen Dinge wirken vielleicht nicht so wichtig, machen aber das Gesamtbild rund. Meine Mala soll ja sehr ruhig wirken, weshalb Vicky die verschieden farbigen Perlen in Blöcken angeordnet hat. Die lachsfarbene Kordel schimmert nur zart hervor und auch der Verschluss ist möglichst unsichtbar im Nacken. Rein optisch strahlt meine persönliche Mala also das aus, was ich möchte: Ruhe.

Eine ist keine

Mittlerweile bin ich Corona fast schon nicht mehr böse, dass der Workshop ausfallen musste. Es lief durch Vickys vertrauensvolle, offene Art auch per Zoom einfach super. Meine persönliche Mala ist wunderschön und als sie hier nach sehr kurzer Wartezeit ankam, fing ich erstmal an zu weinen. Klingt kitschig? Ok. Dann ist es so.

Natürlich bleiben ein paar Wermutstropfen: Natürlich habe ich die Mala nicht selbst geknüpft, wie es im Workshop gewesen wäre. Bei den 1:1-Sessions übernimmt das Vicky – was ja nicht nur negativ ist, so wäre es bei mir nicht geworden. Am Schaffensprozess war ich trotzdem beteiligt, was mir im Umgang mit der Mala ein gutes Gefühl gibt. Nichtsdestotrotz kann ich mir gut vorstellen, dass ich irgendwann nach Corona (wann auch immer das sein soll) mich nochmal für einen Vor-Ort-Workshop anmelde und eine zweite Mala knüpfe. Bis es so weit ist, bin ich ja versorgt.

goodbye and fernwell,

Miriam

Vicky bietet derzeit übrigens auch Yoga per Zoom an. Immer dienstags auf Spendenbasis. (Stand: 17.5.2020)

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1 Comment

  • Reply Rita

    Jetzt passiert noch was unglaubliches: jemand kommentiert auf nem Blog!
    Miri, Du hast die alte Frau gerade sehr neugierig gemacht. Auf dieses Yoga, auf Vicky und auf diese Mala-Sache. Und Dein Artikel gefallt mir sehr weil er so realistisch Miri ist!
    Du hattest doch Tränchen als Du sie ausgepackt hast, wenn ich richtig erinnere?
    Dann macht das Ding ja was und das will ich jetzt wissen.
    Ich begebe mich also dank Dir auf Forschungsreise!
    Danke und Gruß
    Rita

    17. Mai 2020 at 10:59
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