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Torte für Tortenloser: Das Tarte Tatin-Törtchen

Letztes Jahr (hier und hier) und 2011 (hier) habe ich schon ein paar mal Ergebnisse meines Tarte Tatin-Fiebers gezeigt – wobei ich Tarte Tatin sehr großzügig definiere: Jede Tarte, bei der ich falschrum, also das Obst unten und den Teig oben, backe, heißt bei mir Tarte Tatin. 
Letztes Wochenende hatte ich mal eine neue Idee: Wieso nicht Tarte Tatins mit etwas frischer Creme stapeln und so ein kleines Tarte Tatin Törtchen kreiieren? Gedacht, getan et voilà: Das Tarte Tatin-Törtchen.


Da in Parzelle29 ein großer Baum mit vielen reifen Kirschpflaumen steht, habe ich diese verwendet, es gehen aber sicher auch normale Pflaumen, Zwetschgen, Aprikosen, Äpfel, Mirabellen oder – ein wenig früher im Jahr – auch Rhabarber.

Die Tarte Tatins habe bereits am Tag vorher gebacken. Sie müssen komplett auskühlen, damit sie sich gut mit der Creme vertragen. 
Und so geht’s:
In meiner Version für faule Tarte Tatin Bäcker verwende ich fertigen Blätterteig statt Mürbeteig. Wer keinen Blätterteig nehmen möchte, sollte vorher bereits seinen Lieblingsmürbeteig vorbereiten und zum Ausrollen bereit machen. Die Backzeit entspricht dann der üblichen Backzeit für Euren Mürbeteig.
Den Backofen auf ca. 180 Grad vorheizen. Die Kirschpflaumen (oder das andere Obst) entsteinen (oder ggf. schälen und entkernen) und halbieren (bzw. in Schnitze schneiden). Eine dichte Form (ich habe eine 20cm Springform genommen) mit Backpapier auslegen und etwa 1-2 EL Zucker hinein geben. Dann das Obst darauf legen. Falls es sehr saures Obst ist, nimmt mal etwas mehr Zucker, falls es schon sehr süß ist, weniger. Das Obst ca. 10 Minuten im Backofen karamellisieren lassen.
Anschließend den fertigen Blätterteig (Ich habe aufgrund meiner Weizenunverträglichkeit TK-Dinkelblätterteig genommen, aber Blätterteig aus dem Kühlregal lässt sich besser verarbeiten!) auf die Größe der Form zuschneiden und auf das Obst legen. Nach Packungsanleitung backen, danach kurz abkühlen lassen und dann stürzen. (Achtung, wenn man sehr saftiges Obst verarbeitet, spritzt das, weil Saft ausgetreten ist! Besser ein Küchentuch darum legen.)
Wie Ihr auf den Fotos seht, habe ich drei Tarte Tatin gestapelt, man kann aber auch nur zwei oder mehr nehmen. Backt einfach Eure benötigte Anzahl.
Für die Creme habe ich mir nichts Aufregendes einfallen lassen, es ist eine einfach Quark-Creme, es geht da aber eigentlich auch jede Creme, die man sich so denken kann.
Für mein Törtchen habe ich einen Becher Quark mit einem Becher Schmand verrührt und ca. 4 EL Zucker einrieseln lassen. Da meine Tarte Tatin sehr süß geraten ist und die Kirschpflaumen einen sehr fruchtigen Eigengeschmack haben, brauchte ich nicht noch mehr Aromen.
Die Tarte Tatins und die Creme habe ich dann einfach noch abwechselnd (direkt auf der Tortenplatte, weil man das Gebilde danach nicht mehr so gut bewegen kann!) gestapelt und fertig war mein Törtchen. Es ist eher rustikal und sieht nach dem Anschnitt ein bisschen matschig aus (Und trotzdem habe ich davon ein Foto für Euch.), aber es schmeckt einfach super.

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4 Comments

  • Reply Alex backt

    Hallo Miri,

    mir rinnt der Sabber bei den Mundwinkeln runter, sofort haben will…..lechtsssss :-).

    Alles Liebe
    Alex

    8. August 2014 at 08:03
  • Reply frl. wunderbar

    Hmmm. Sieht total lecker aus! Schön saftig 🙂 Ich bekomm auch gerade Backlust!

    7. August 2014 at 06:50
  • Reply Jessi

    Hey Miri,

    dein Törtchen sieht super lecker.
    Ich steh ja auf "ein bisschen"matschig. Das ist definitiv besser als atubtrocken.
    Ich hab noch Obst zuhause, dass dringend nach einer Verarbeitung schreit, vielleicht sollte ich Tarte Tatin draus machen?

    Hmm, Mist, würde jetzt lieber backen statt arbeiten.

    Liebe Grüße,
    Jessi

    7. August 2014 at 05:34
    • Reply miriam

      Ein bisschen matschig ist es, das stimmt – wenn man es aber ganz ganz frisch stapelt und gleich isst, geht es. Bin aber auch für matschig statt staubtrocken. 🙂
      Und mach unbedingt Tarte Tatin, das ist ganz eindeutig mein Lieblingseinfacherobstkuchen!

      Liebe Grüße zurück!

      7. August 2014 at 06:04

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