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wedding bashing II

Unsere kleine Hochzeit planen macht Spaß und doch gibt es Tage, an denen sind mir die vielen schönen Blogs mit den vielen schönen Fotos und Ideen einfach zuwider.
Manchmal sitze ich also an meinem Schreibtisch und schimpfe vor mich hin. 
Auf die Hochzeitsindustrie, auf Floristen und natürlich auch auf Amerika, wo das ganze Durchgestylte ja schließlich herkommt. Mir drängt sich dann die Frage auf, wer eigentlich die 3 Millarden Rosen bezahlen und für die tolle Freilufthochzeit drappieren soll, sodass selbst der hinterste Stängel genau richtig sitzt. Nagut, dafür kann man natürlich auch jemand bezahlen. Aber apropos Freilufthochzeit: Was hätten die eigentlich gemacht, wenn es regnet? Und um Gottes Willen, wer sind die ganzen Leute, die da gerührt zugucken und heulen? Und kann man diese Blumenkinder, die irgendwie scheiße aber niedlich aussehen, auch mieten? Haben die die ganzen Leute etwa engagiert, also sind das professionelle Gerührt-Gucker und Heuler?
Naja, denke ich dann, ich komme aus einer Heulsusenfamilie. Ich muss mir also keine Sorgen machen, dass bei meiner Hochzeit keiner heult. Statt Programmheftchen verteilen wir Tempopäckchen. Ein Programm gibt es sowieso nicht und für so viele Blumen ist bei uns übrigens auch kein Platz.
Wenn ich dann also fertig bin mit Schimpfen, geht es mir wieder besser und ich kann weitermachen mit der Planung, ich kann Caterer anschreiben, dämliche Nachfragen aus der Verwandtschaft beantworten und alles ist wieder gut. Und vorgestern entdeckte ich dann noch etwas, das mich umgehend vom kurz-bevorstehenden Schimpfen abhielt. 
Eine amerikanische Foto-Serie, ja, aus Amerika, wo man doch lieber an der frischen Luft zwischen 3 Millarden Rosen heiratet, selbst da gibt es Menschen, die im Rathaus heiraten und die dabei wunderbar glücklich und kein bisschen weniger feierlich wirken als die mit dem vermutlich-doch-nicht-gekauften Heulpublikum.
Wir heiraten übrigens nicht im Rathaus, sondern in einer Nebenstelle. Da ist dann nicht direkt der Wochenmarkt vor der Eingangstür und es fährt auch keine Straßenbahn vorbei, die die nicht-großstadtkompatible, dafür aber kinderreiche Verwandtschaft überfahren könnte. Natürlich sind die Blüten im September nicht mehr da, aber trotzdem ist es dort recht nett.
Und morgen, morgen da gehts weiter mit Hochzeitskram. Mit Fotos vom Vorabshooting, die ich Euch natürlich nicht vorenthalte. Also ohne Bashing. Wer davon noch etwas haben möchte, liest nochmal den alten Post durch.

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3 Comments

  • Reply lulu

    hahahha. jaaaa das kenne ich , deswegen muss ich auch gestehen, war ich bei stephie und auch bei dir nicht ganz so eifrig mit der verfolgung euerer hochzeitsplanung dabei. ich konnte lange zeit einfach nix mehr ertragen was mit hochzeit zu tun hat 😀 aber jetzt bin ich wieder soweit 😉 und freue mich bald hochzeitsgast zu sein . ist irgendwie doch schöner , zumindest mit weniger arbeit verbunden. wobei , ich werde die braut unverbindlich schminken und unverbindlich fotos machen , alles ohne garnatie 😉 das nimmt mir den druck 😀 ich glaub so richtig gerne stehst du auch nicht im mittelpunkt !? solltest du vielleicht vorhe rmal üben 😉 lässt sich an so einem tag , da kann die feier noch so klein sein , nicht vermeiden 😀

    die nebenstelle sieht super schön aus <3

    herzliche grüße

    6. Mai 2012 at 12:00
  • Reply Zickimicki

    pragmatismus – super. ist in der ehe sowieso lebensnotwendig!
    dann mal weiter toitoitoi

    28. April 2012 at 16:42
  • Reply Zickimicki

    ohje, ich kann diesen ganzen übertriebenen hochzeitsplanungsirrsinn sowieso nicht nachvollziehen. geplante dinge sind doch oft problematisch…irgendwie.
    probiers doch mit ein bissel improvisation!
    herzlichst birgit

    28. April 2012 at 16:02
  • Leave a Reply

    Ich stimme zu.